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Wissens-Thek > Rechentechnik in der DDR


K 8915


Der Computer K 8915 mit separatem Disketten-Laufwerk (5 ¼-Zoll-Laufwerk) wurde 1988 im VEB Robotron-Elektronik Zella-Mehlis gebaut.


Mikrocomputer MC 80


Der VEB Elektronik Gera fertigte die Mikrocomputer MC 80. Die Bildausgabe und die Magnetbandkassette waren im Gerät integriert. Sie eigneten sich insbesondere für Labor- und Prüffeld-Automatisierung.

Kleincomputer KC-Kompackt

Vom VEB Mikroelektronik "Wilhelm Pieck" Mühlhausen wurde im 2. Halbjahr 1989 der leistungsfähige Kleincomputer KC-Kompakt, mit einer Speichererweiterung auf max. 32 KByte ROM und auf 64 KByte RAM, vorgestellt. Als Bauform stellte sich das Grundgerät mit abgesetztem Netzteil vor. Als Erweiterungsmöglichkeit war wie bei seinem Vorgänger z.B. der Anschluss eines Diskettenlaufwerkes 5 ¼" über das Expansions-Interface möglich.

Personalcomputer EC 1834

Im Jahre 1986 präsentierte der VEB Büromaschinenwerk Sömmerda den Personal-Computer EC 1835.

Teil 2: Klein-Rechentechnik

Rechenautomat SAR

Die elektromechanischen Halb- bzw. Vollautomaten, die ab 1950 serienmäßig im Büromaschinenwerk Sömmerda hergestellt wurden, waren eine Weiterentwicklung gegenüber den vor dem 2. Weltkrieg produzierten Geräten. Ihr Nachteil bestand darin, dass sie kein Druckwerk enthielten.

Dreispezies-Rechener Typ 314

Die Addier- und Subtrahiergeräte vom Typ 161, gebaut ebenfalls im Büromaschinenwerk Sömmerda, wurden einige Jahre später vom Dreispezies-Rechner Typ 314 abgelöst. Dieses neue, im VEB Robotron Secura-Werke Berlin produzierte Gerät, führte außerdem die volle automatische Multiplikation aus.

Elektronischer Tischrechner ETR 222

Mit dem Einsatz elektronischer Bauteile wurden ab 1966 Tischrechner mit Leuchtziffernröhren im Büromaschinenwerk Sömmerda hergestellt.

Ab 1962 führten alle in Sömmerda hergestellten Geräte das Warenzeichen "Soemtron".

Kleinbuchungsautomat Ascota 117 Ls

Diese kleine Buchungsmaschine aus Karl-Marx-Stadt verfügte über zwei Rechenwerke und eine einfache Programmsteuerung. Maschinenlesbare Datenträger (Lochstreifen) konnten als Eingabe verwendet werden.

Elektronische Abrechnungsautomaten

Nach 1968 kamen die Geräte der 382-385er Serie vom Büromaschinenwerk Sömmerda auf den Markt. Der 385er war mit alphanumerischer Lochstreifenein- und -ausgabe ausgerüstet.

Kleincomputer Ascota 750

Dieses Gerät aus Karl-Marx-Stadt war eine elektronisch rechnende und speichernde Buchungsanlage mit interner Programmsteuerung. Zur Dateneingabe kamen Lochstreifen zum Einsatz. Bandlocher ließen sich in Verbindung mit einem Codiergerät anschließen.

Elektronischer Buchungs- und Fakturierautomat 1720

Ab 1975 in Sömmerda hergestellt, führte er alle anfallenden Buchungs- und Fakturierarbeiten mühelos aus. Er ermöglichte die Gewinnung von Datenträgern für eine tagfertige Abrechnung. Die Leistungsmerkmale wurden außerdem durch ein umfangreiches Kontrollsystem realisiert.

Kleinfakturierautomat KFA 1711

Dieser Soemtron-Kleinfakturierautomat war erstmalig mit dem Mikroprozessor U 808 D ausgestattet und wurde ab 1978 serienmäßig hergestellt.

Druckender Tischrechner TR 20

Mit diesem Gerät stellte das Büromaschinenwerk Sömmerda ab 1985 einen druckenden Tischrechner vor. Er verfügte über 3 Speicher für 12 Stellen und war mit einem Thermodruck versehen.

Kleindatenverarbeitungsanlage 1840

Kleindatenverarbeitungsanlagen schlossen die gerätetechnische Lücke zwischen elektromechanischen Buchungs- und Abrechnungsautomaten und elektronischen Großdatenverarbeitungsanlagen. Charakteristisch für die Kleindatenverarbeitungsanlage 1840 waren:

  • freiprogrammierbare Zentraleinheit,
  • freiwählbare Bereiche für Programm- und Datenspeicherung innerhalb des Speichers,
  • Anschlussmöglichkeit für periphere Geräte,

Elektronische Taschenrechner

Nachdem zu Beginn der 70er Jahre in damaligen VEB Funkwerk Erfurt die Herstellung hochintegrierter Schaltkreise gelang, konnten mit dem MOS-Schaltkreis U 820 D die ersten elektronischen Taschenrechner entwickelt und im VEB Röhrenwerk Mühlhausen produziert werden. Die am Anfang mit aufladbaren Nickel-Cadmium Sammlern ausgestatteten Kleinstgeräte wurden im Laufe der Jahre durch den Einsatz von Mini-Batterien immer leistungsfähiger und kleiner.

Modell minirex 73, minirex 75

Diese Taschenrechner waren außerdem mit zusätzlichem Netzteil ausgestattet.

Modell Konkret 100, 200, 400, 600

Diese Geräte waren über Stromanschluss oder als Taschenrechner mit 4 Stück Batterien R6 ausgerüstet.

Betriebszeit ca. 15 Stunden.

Baujahr: ab 1975

Modell MR 411

Diese waren mit einem Rechenteil (4 Grundrechenarten, Prozentrechnung, Wurzelziehen), einem Uhrenteil (Zeitangabe, Weckeinrichtung) und einer Stoppuhr ausgerüstet. Die Stromversorgung erfolgte über 2 Knopfzellen.

Baujahr: ab 1979

Modell MR 420

Dieses Gerät hatte die Zusatzfunktionen: Wurzel, %, M +, M -, MR und MC.

Die Stromversorgung erfolgte über eine eingebaute Lithiumbatterie.

Baujahr: 1987

Modell MR 610

Als wissenschaftlicher Taschenrechner wurde dieses Gerät produziert.

Baujahr ab 1988

Modell SR 1

Dieser Schulrechner wurde zu DDR-Zeiten nur über Bezugsschein für Schüler vergeben. Der vom Staat gestützte Preis betrug 123 Mark.

Baujahr: ab 1988

Nachwort

Diese Aufzeichnungen sollten einen Einblick geben, welche elektromechanischen und elektronischen Geräte bzw. EDV-Anlagen in der DDR konstruiert, gebaut und vertrieben wurden.
Bei der Fülle der serienmäßig in der DDR hergestellten verschiedenen Produkte der Rechentechnik konnten nicht alle Geräte aufgezählt werden. Aus diesem Grund erhebt dieser Beitrag auch keinen Anspruch auf Vollständigkeit.
Mit der Währungs-, Wirtschafts- und Sozialunion zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der DDR, die am 1. Juli 1990 in Kraft trat, wurden die meisten Produktionsprogramme eingestellt.

Leistungsfähigere Geräte bestimmten seitdem den Markt.


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